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Sep 11

Die Technik-Trends der IFA 2014

Sie ist die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik: die Internationale Funkausstellung IFAin Berlin. Vom 5. bis 10. September 2014 präsentierten 1.500 Branchenriesen und -neulinge der Welt auf 145.000 Quadratmetern ihre Produkthighlights. Deutlich wurde: Das „smarte“ Leben bleibt auch 2015 Trendthema.

Smart Home, Smart Design, Smart Entertainment: Bei der diesjährigen IFA ging es vor allem um die Vernetzung des Alltags. Online und offline rücken näher zusammen. Während viele Aussteller noch einzelne Devices zeigten, wurde bei den Branchenriesen schnell klar, dass die Zukunft geräteübergreifend funktioniert. Ob intelligenter Ofen oder geschwungener Fernseher, Smartphones und Tablets werden zur Schaltzentrale des digitalen Lifestyles.

Kochen von unterwegs: Smarte Elektronik in der Küche

Es ist der Megatrend des Jahrhunderts: das Internet der Dinge. Theoretisch kann heutzutage jedes Elektrogerät in einem Netzwerk kommunizieren.

AEG_LetsTaste
Smartes Kochen mit AEG und “Let’s Taste”

Vernetzte Rauchmelder oder Kühlschränke, die automatisiert Einkaufslisten erstellen, gibt es bereits. Unter dem Stichwort „Smart Home“ ist noch sehr viel mehr denkbar. Beispielsweise Let’s Taste. Die App von AEG ermöglicht die Steuerung des Dampfgarers von unterwegs, dank Kamera hat man das Essen auch vom Wohnzimmer aus im Blick und natürlich tauscht man sich per Social Funktion live zu Kochtipps und Rezepten aus. Künftig soll Let’s Taste Zutaten passend bestellen und Weinempfehlungen geben können. Ähnliches gab es bei Bosch & Co. zu sehen. Dank cleverer Ideen wird auch der größte Kochmuffel zum perfekten Gastgeber. Nur essen, das muss man am Ende noch selbst.

Geschwungen, ultrascharf und riesig: Fernseher der Neuzeit

Geschwungenen Bildflächen und vierfache HD-Qualität liegen auch bei Samsung im TrendNeben den Küchengeräten waren Fernseher im wahrsten Sinne des Wortes ganz groß. Die neue Generation der TV-Geräte hat einiges an Zoll zu bieten und dazu gleich zwei neue Eigenschaften: Sie stellt Bilder in vierfacher HD-Qualität dar und tritt mit geschwungenen Bildflächen, im sogenannten Curved-Design, an. Die Form hat dabei nicht nur ästhetische Gründe. Der Bildschirmschwung soll den Seh-Eindruck beeinflussen, Szenen erscheinen so tiefer und plastischer.

Aber auch in Sachen TV geht der Trend zur Mobilität über das Gerät hinaus. Apps, die das Tablet zur Fernbedienung machen, kennt man bereits. Neu sind Anwendungen, mit denen man den Lieblingsfilm durch die Wohnung mitnimmt: Entfernt man sich vom Fernseher, springt das Bild automatisch auf das Tablet oder Smartphone. Dem ununterbrochenen TV-Genuss steht damit nichts mehr im Wege.

Streaming und kabellose Lautsprecher: mobiler Musikgenuss

Smartphones haben die Musikbranche radikal verändert: Die Umsätze mit Musikstreaming haben sich allein in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt. Mobile Endgeräte mit Angeboten wie von BASE und der Musik Flat MTV Music powered by Rhapsody werden zum Treiber dieser Entwicklung.

Der veränderte Musikkonsum belebt zudem die Nachfrage nach intelligenten Kopfhörern und mobilen Lautsprechern. Die Vielfalt dieser Geräte ist mittlerweile riesig. Einige dieser Highlights ließen sich auf der IFA begutachten: In-Ear-Stecker, die sich der Ohrmuschel anpassen oder Kopfhörer-Schrittzähler. Im Bereich Lautsprecher setzen die Anbieter auf kabellose Systeme. Radiostationen und eigene Musik sind direkt integriert. Gleichzeitig erkennen die Boxen andere Geräte und spielen automatisch ab, was man gerade hört. Gerade eben noch mit Kopfhörern im Hausflur, im nächsten Moment schon über die Lautsprecher zu Hause.

Armbänder, Uhren und Datenbrille: Wearable Devices

Tragbare Technik ist keine Neuheit mehr. Bereits im vergangenen Jahr hatte Samsung beispielsweise seine Smartwatch Galaxy Gear vorgestellt. Doch der Markt wächst, wie auch der Launch der Apple Watchzeigt. Branchenbeobachter erwarten in diesem Jahr ein Weltmarkt-Potenzial von fünf Milliarden Dollar.

Aussteller wie MOTA zeigten das Neuste im Bereich Wearables
Aussteller wie MOTA zeigten das Neueste im Bereich Wearables

Die IFA hat entsprechend eine Fülle neuer Produkte und Funktionen präsentieren können. Brauchten die Geräte bislang eine Verbindung zum Smartphone oder Tablet, um überhaupt zu funktionieren, so haben sie heute Bildschirme oder erlauben dank eines integrierten SIM-Slots bereits Telefonate. Insbesondere für den Fitnessmarkt bleiben die Wearables damit höchst interessant.

Übergreifende Funktion: Device Democracy

Auch wenn DAS neue Device auf der diesjährigen IFA irgendwie fehlte, ist die Zielrichtung klar: weg vom Einzelgerät, hin zu Vernetzung und Mobilität. Device Democracy war hier das Stichwort. Denn noch sind keine branchenübergreifenden Standards gefunden. Um Smartphones und Tablets zur Schaltzentrale des digitalen Lebens zu machen, haben die Gerätehersteller also noch ein Stück Weg vor sich.
(Quelle: E-Plus Gruppe)